Karriere

Notarfachassistent und Notarfachreferent: Titel, Weg, Gehalt 2026.

NNNora Niemüller·3. August 2026·4 Min
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Notarfachassistent und Notarfachreferent: Titel, Weg, Gehalt 2026.

Nora Niemüller·3. August 2026·4 Min

Ein Notarfachassistent liegt beim Gehalt zur Orientierung im Band von 3.000 bis 3.400 Euro Grundgehalt im Monat, ein Notarfachreferent bewegt sich Richtung Fachwirt-Niveau ab etwa 3.600 Euro. Belastbare eigene Mediane gibt es für die gestuften Kammer-Titel noch nicht; die Einordnung folgt der Erfahrungsstaffel für Notariatsfachkräfte. Was hinter den Bezeichnungen steckt, wie die Karriereleiter im Notariat aussieht und was der Bachelor Professional damit zu tun hat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Notarfachassistent und Notarfachreferent sind gestufte Kammer-Fortbildungen, vor allem der Rheinischen Notarkammer; Bezeichnungen und Zulassung unterscheiden sich je Kammer.
  • Der Assistent ist die erste Stufe nach einigen Jahren Berufspraxis, der Referent baut darauf auf.
  • Eigene Gehaltsmediane gibt es noch nicht: zur Orientierung Assistent etwa 3.000 bis 3.400 Euro, Referent Richtung Fachwirt-Band ab 3.600 Euro.
  • Die Spitze der Leiter bleibt der Geprüfte Notarfachwirt, seit der BBiG-Reform 2020 der Stufe Bachelor Professional zugeordnet.

Was ist ein Notarfachassistent?

Der Notarfachassistent ist die erste Stufe eines gestuften Fortbildungssystems, das einzelne Notarkammern, allen voran die Rheinische Notarkammer, für erfahrene Mitarbeitende anbieten. Angesprochen sind Notarfachangestellte, die nach einigen Jahren Berufspraxis ihr Wissen systematisch vertiefen und dies mit einem Titel belegen wollen.

Wichtig zu wissen: Bezeichnungen, Zulassungsvoraussetzungen, Dauer und Kosten unterscheiden sich je nach Kammer, einen bundesweit einheitlichen Abschluss gibt es auf dieser Stufe nicht. Verbindliche Auskunft geben die aktuellen Fortbildungsangebote Ihrer eigenen Notarkammer; klären Sie im selben Zug mit Ihrem Notariat, ob es sich an den Gebühren beteiligt.

Was ist ein Notarfachreferent?

Der Notarfachreferent ist die darauf aufbauende zweite Stufe: Er setzt die Assistenten-Qualifikation fort und dokumentiert vertiefte, geprüfte Fachkenntnis unterhalb des Fachwirt-Niveaus. Auch hier gilt: Details wie Zulassung und Prüfungsform regelt die jeweilige Kammer.

Wie sieht die Karriereleiter im Notariat aus?

  1. Notarfachangestellte: die dreijährige Ausbildung legt das Fundament, Einstieg danach im Median bei 2.620 Euro Grundgehalt
  2. Notarfachassistent: erste Fortbildungsstufe einzelner Kammern nach einigen Jahren Berufspraxis
  3. Notarfachreferent: die darauf aufbauende zweite Stufe des Kammersystems
  4. Geprüfter Notarfachwirt: die Aufstiegsfortbildung mit dem größten Gehaltssprung, im Schnitt rund 24 Prozent

Die Zwischenstufen sind kein Pflichtprogramm: Der Weg zum Fachwirt steht auch Notarfachangestellten offen, deren Kammer keine gestufte Fortbildung anbietet. Voraussetzungen, Kosten und Ablauf der Aufstiegsfortbildung haben wir im Leitfaden Notarfachwirt werden zusammengefasst.

Die gestuften Titel machen sichtbar, was erfahrene Fachkräfte längst leisten. Sie ersetzen den Fachwirt nicht, sie führen zu ihm hin.

Bachelor Professional im Notariat

Seit der BBiG-Reform 2020 kennt das Berufsbildungsgesetz drei Fortbildungsstufen: Geprüfter Berufsspezialist, Bachelor Professional und Master Professional. Der Geprüfte Notarfachwirt entspricht der mittleren Stufe, dem Bachelor Professional. Das macht die Wertigkeit der Aufstiegsfortbildung auch außerhalb der Notariatswelt verständlich.

Für Assistent und Referent heißt das: Sie liegen unterhalb dieser Stufe und verstehen sich als strukturierte Zwischenschritte der Kammern. Wer die Leiter vollständig geht, sammelt Wissen und Nachweise, die auf dem Weg zur Fachwirt-Prüfung tragen.

Assistent, Referent oder direkt zum Fachwirt?

Eine ehrliche Entscheidungshilfe: Die gestuften Titel passen, wenn Ihre Kammer sie anbietet und Sie Ihre Fortbildung in überschaubaren Etappen planen möchten, jeweils mit einem Nachweis, der sofort im Lebenslauf sichtbar ist. Der direkte Weg zum Fachwirt passt, wenn das Ziel Büroleitung feststeht und Sie die berufsbegleitenden zwei bis drei Jahre am Stück einplanen können. Falsch ist keiner der beiden Wege; entscheidend ist, dass die Fortbildung zu Ihrer Lebensphase und zum Bedarf Ihres Notariats passt.

Was verdienen Notarfachassistent und Notarfachreferent?

Die ehrliche Antwort: Für die noch jungen Titel gibt es keine belastbaren eigenen Gehaltsmediane. Zur Einordnung taugt die Erfahrungsstaffel aus kuratierten Marktdaten (BNotK-Vergütungsempfehlungen und veröffentlichte Quellen), laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026: Notarfachassistenten liegen typischerweise im Band erfahrener Fachkräfte, Referenten nähern sich dem Fachwirt-Band.

  • Notarfachassistent: zur Orientierung 3.000 bis 3.400 Euro Grundgehalt im Monat, entsprechend mehrjähriger Berufserfahrung
  • Notarfachreferent: Richtung Fachwirt-Band, zur Orientierung ab etwa 3.600 Euro
  • Geprüfter Notarfachwirt: Median 3.600 Euro beim Einstieg, erfahren 4.200 Euro, Spanne bis 4.900 Euro

Diese Werte sind ausdrücklich eine Einordnung über die Erfahrungsstaffel, keine eigenen Mediane für die Titel. Alle Fachwirt-Zahlen nach Erfahrung, Bundesland und netto finden Sie im Beitrag Notarfachwirt-Gehalt 2026.

Wo Sie mit Ihrem aktuellen Gehalt stehen, zeigt unser anonymer Gehaltsvergleich: ohne Anmeldung, in 60 Sekunden, mit Vergleichswerten nach Erfahrung und Bundesland.

Fachlich geprüft am 3. August 2026Zuletzt aktualisiert: 3. August 2026

Quellen

  1. Rheinische Notarkammer, gestufte Fortbildungen für Notariatsmitarbeitende.
  2. Berufsbildungsgesetz (BBiG), Fortbildungsstufen seit 2020.
  3. Vergütungsempfehlungen der Notarkammern (Bundesnotarkammer, BNotK), Stand 2026.
  4. Kuratierte Marktdaten Notarfachkraft.de je Bundesland und Rolle, laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026.

Häufige Fragen

Eine gestufte Fortbildung einzelner Notarkammern, vor allem der Rheinischen Notarkammer: die erste Stufe für Notarfachangestellte mit einigen Jahren Berufspraxis. Bezeichnung und Zulassung unterscheiden sich je nach Kammer.

Einen eigenen belastbaren Median gibt es noch nicht. Zur Orientierung liegt das Band bei 3.000 bis 3.400 Euro Grundgehalt im Monat, entsprechend der Staffel für Fachkräfte mit mehrjähriger Erfahrung.

Die zweite, auf dem Assistenten aufbauende Stufe des Kammersystems. Sie dokumentiert vertiefte Fachkenntnis unterhalb des Fachwirt-Niveaus; beim Gehalt geht die Orientierung Richtung Fachwirt-Band ab etwa 3.600 Euro.

Assistent und Referent sind Zwischenstufen einzelner Kammern; der Geprüfte Notarfachwirt ist die etablierte Aufstiegsfortbildung mit bundesweit bekanntem Profil und im Schnitt rund 24 Prozent Gehaltsplus gegenüber Notarfachangestellten. Er entspricht seit der BBiG-Reform der Stufe Bachelor Professional.

Bachelor Professional ist die mittlere der drei BBiG-Fortbildungsstufen seit 2020 und die Einstufung des Geprüften Notarfachwirts. Für Notarfachassistent und Notarfachreferent gibt es keine solche bundesweite Einstufung: Sie liegen als Kammer-Fortbildungen unterhalb dieser Stufe und bereiten auf sie vor.

Nora Niemüller

Redaktion Karriere

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