Notarfachwirt-Gehalt 2026: 3.600 bis 4.900 Euro im Monat.
Notarfachwirt-Gehalt 2026: 3.600 bis 4.900 Euro im Monat.
Ein Notarfachwirt verdient 2026 zwischen 3.600 und 4.900 Euro Grundgehalt im Monat: beim Einstieg in die Rolle im Median 3.600 Euro, mit Erfahrung 4.200 Euro. Damit liegt der Fachwirt rund 24 Prozent über dem Niveau der Notarfachangestellten. Woher die Zahlen stammen, wie stark das Bundesland den Verdienst prägt und was netto bleibt: der Überblick mit allen Staffeln.
Das Wichtigste in Kürze
- Einstieg als Notarfachwirt: im Median 3.600 Euro Grundgehalt im Monat, typische Spanne 3.100 bis 4.200 Euro.
- Mit Erfahrung: Median 4.200 Euro, Spanne 3.800 bis 4.900 Euro.
- Aufs Jahr gerechnet rund 49.700 Euro inklusive Sonderzahlungen, etwa 24 Prozent mehr als Notarfachangestellte (40.100 Euro).
- Nach Bundesland: von rund 45.900 Euro in Thüringen bis rund 55.200 Euro in Bayern im Jahr.
- Von 4.200 Euro brutto bleiben in Steuerklasse I rund 2.660 Euro netto.
Was verdient ein Notarfachwirt?
Ein Notarfachwirt verdient beim Einstieg in die neue Rolle im Median 3.600 Euro Grundgehalt im Monat, die typische Spanne reicht von 3.100 bis 4.200 Euro. Mit einigen Jahren Erfahrung als Fachwirt steigt der Median auf 4.200 Euro bei einer Spanne von 3.800 bis 4.900 Euro. Grundlage sind kuratierte Marktdaten (BNotK-Vergütungsempfehlungen und veröffentlichte Quellen), laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026.
- Einstieg als Fachwirt: Median 3.600 Euro, typische Spanne 3.100 bis 4.200 Euro Grundgehalt im Monat
- Erfahrene Notarfachwirte: Median 4.200 Euro, typische Spanne 3.800 bis 4.900 Euro
- Gesamtband: 3.600 bis 4.900 Euro, nach oben offen bei Leitungsverantwortung
Wichtig für die Einordnung: Alle Monatswerte sind Grundgehälter ohne Sonderzahlungen. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind in vielen Notariaten üblich, aber freiwillig; rechnen Sie Jahreswerte deshalb nie einfach durch zwölf zurück. Wer zusätzlich Leitungsaufgaben übernimmt, etwa als Bürovorsteher, verhandelt häufig oberhalb des Bandes.
Wie viel mehr verdient ein Notarfachwirt als eine Notarfachangestellte?
Der Abstand ist deutlich: Notarfachwirte verdienen rund 24 Prozent mehr als Notarfachangestellte. Aufs Jahr gerechnet stehen bundesweit rund 49.700 Euro etwa 40.100 Euro gegenüber, jeweils inklusive Sonderzahlungen. Der Aufschlag zieht sich durch alle Bundesländer und Erfahrungsstufen.
Der Fachwirt-Abschluss ist der größte einzelne Gehaltshebel im Notariat: rund 24 Prozent Unterschied, Jahr für Jahr.
Notarfachwirt-Gehalt nach Bundesland
Rechnet man den Fachwirt-Aufschlag von 24 Prozent auf die Landesmediane der Notarfachangestellten, ergeben sich die folgenden Jahreswerte inklusive Sonderzahlungen. Die vollständige Übersicht aller 16 Bundesländer, auch für Notarfachangestellte, finden Sie auf unserer Gehaltsseite.
- Spitze: Bayern rund 55.200 Euro, Baden-Württemberg rund 54.800 Euro, Hamburg rund 54.300 Euro
- Mitte: Nordrhein-Westfalen rund 51.800 Euro, Niedersachsen rund 50.200 Euro
- Unteres Ende: Thüringen rund 45.900 Euro
Was verdient eine Notarfachwirtin?
Für Notarfachwirtinnen gelten dieselben Vergütungsempfehlungen und dieselben Erfahrungsstaffeln wie für ihre männlichen Kollegen; eine getrennte Empfehlung nach Geschlecht gibt es nicht. Unterschiede entstehen in der Praxis vor allem über Teilzeitquoten und über die Verhandlung. Umso wichtiger ist es, mit Marktdaten zu argumentieren statt mit dem Gefühl: Wer die Mediane kennt, verhandelt auf Augenhöhe.
Notarfachwirt-Gehalt netto: Was bleibt von 4.200 Euro brutto?
Vom erfahrenen Fachwirt-Median von 4.200 Euro brutto bleiben in Steuerklasse I ohne Kirchensteuer 2026 rund 2.660 Euro netto; die Abzüge summieren sich auf 36,7 Prozent. Je nach Steuerklasse, Kirchensteuer und Krankenkassen-Zusatzbeitrag verschiebt sich der Wert individuell um einige Prozentpunkte; alle Brutto-Netto-Beispiele im Notariat finden Sie im eigenen Beitrag. Umgerechnet auf die Stunde entsprechen 4.200 Euro bei einer 39-Stunden-Woche übrigens rund 24,80 Euro brutto.
Lohnt sich die Weiterbildung finanziell?
Die Lehrgangsgebühren liegen zwischen 2.500 und 5.000 Euro, die Prüfungsgebühr bei 300 bis 600 Euro. Dem steht im Median ein Plus von 800 Euro Grundgehalt im Monat gegenüber, wenn man erfahrene Notarfachangestellte (3.400 Euro) mit erfahrenen Fachwirten (4.200 Euro) vergleicht: Die Investition amortisiert sich damit oft schon im ersten Jahr, zumal viele Notariate die Kosten ganz oder teilweise übernehmen. Wie Zulassung, Lehrgang und Prüfung ablaufen, lesen Sie im Leitfaden Notarfachwirt werden.
Und wo stehen Sie heute? Unser anonymer Gehaltsvergleich ordnet Ihr Gehalt ohne Anmeldung in 60 Sekunden ein, mit Vergleichswerten nach Rolle, Erfahrung und Bundesland.
Quellen
- Vergütungsempfehlungen der Notarkammern (Bundesnotarkammer, BNotK), Stand 2026.
- Kuratierte Marktdaten Notarfachkraft.de je Bundesland und Rolle, laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026.
- Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Fortbildungsdaten.
Häufige Fragen
Beim Einstieg in die Rolle liegt der Median bei 3.600 Euro Grundgehalt im Monat (Spanne 3.100 bis 4.200 Euro), mit Erfahrung bei 4.200 Euro (Spanne 3.800 bis 4.900 Euro). Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld kommen häufig hinzu, sind aber freiwillig.
Für Notarfachwirtinnen gelten dieselben Vergütungsempfehlungen und Erfahrungsstaffeln, also ebenfalls 3.600 bis 4.900 Euro Grundgehalt im Monat. Unterschiede entstehen in der Praxis über Teilzeitquoten und Verhandlung, nicht über die Empfehlungen selbst.
Rund 24 Prozent. Aufs Jahr gerechnet stehen bundesweit rund 49.700 Euro etwa 40.100 Euro gegenüber, jeweils inklusive Sonderzahlungen.
Vom erfahrenen Median von 4.200 Euro brutto bleiben in Steuerklasse I ohne Kirchensteuer rund 2.660 Euro netto, das entspricht 36,7 Prozent Abzügen (Stand 2026). Beim Einstiegsmedian von 3.600 Euro fällt die Abzugsquote wegen der Steuerprogression etwas niedriger aus; Steuerklasse, Kirchensteuer und Krankenkassen-Zusatzbeitrag verschieben den Wert individuell.
In den meisten Fällen ja: Lehrgangsgebühren von 2.500 bis 5.000 Euro plus 300 bis 600 Euro Prüfungsgebühr stehen einem Plus von im Median 800 Euro Grundgehalt im Monat gegenüber. Die Kosten amortisieren sich damit oft im ersten Jahr, viele Notariate beteiligen sich zudem.