Gehaltsvergleich Notariat · 2026

Gehaltstransparenz für das Notariat.

Marktübliche Vergleichswerte aus der ganzen Branche — fundiert, anonym und für beide Seiten hilfreich.

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Median 3.680 € · 1.842 Datenpunkte · 16 Bundesländer

Schnell-Snapshot

Was verdient eine Notarfachkraft in Ihrer Region?

Detaillierter Regionalvergleich
Median (brutto / Jahr)44.500 €Notarfachangestellte · Bayern · Vollzeit · n=234
Spannweite P25 bis P7539.160 € bis 51.620 €Erfahrungsabhängig · Datenstand Q1 2026 · n=234

Vier Zahlen vorab

Vier Stufen, eine Verdopplung der Vergütung.

  1. 01
    Berufseinstieg2.400 bis 2.800 €Direkt nach der Ausbildung, brutto/Monat.
  2. 02
    Fünf Jahre Erfahrung2.710 bis 3.800 €Erste deutliche Steigerung.
  3. 03
    Zehn Jahre Erfahrung2.950 bis 4.600 €Personalverantwortung wirkt sich messbar aus.
  4. 04
    Notarfachwirt4.300 bis 6.720 €Spitzenwerte bis 8.000 €.

Verdienstpotenzial

Wie viel verdienen Notarfachkräfte langfristig?

Das Gehalt einer Notarfachangestellten ist in Deutschland weder durch Gesetz noch durch Tarifvertrag vorgegeben, es ist frei verhandelbar, sodass ein sehr weiter Spielraum besteht. Das Ergebnis der Vergütungsverhandlung hängt daher in der Regel von den Fähigkeiten der Notarfachkraft sowie vom konkreten Bedarf des Notariats als Arbeitgeber ab. Wer präzise und mit geringer Fehlerquote arbeitet, ist für ein Notariat besonders wertvoll, und das spiegelt sich in der Vergütung wider.

Gerade weil die praktische Erfahrung eine wesentliche Rolle spielt, wirkt sie sich erheblich auf die Gehaltsentwicklung aus. Nach drei bis fünf Jahren sind Gehälter von 2.710 bis 3.800 Euro brutto pro Monat üblich, abhängig von Region und Größe des Notariats.

Mit zehn Jahren Berufserfahrung verdienen Notarfachangestellte typischerweise 2.950 bis 4.600 Euro, der Median liegt bei 3.680 Euro. Wer sich zum Notarfachwirt qualifiziert, hebt die Vergütung um rund 27 Prozent: dann sind 4.300 bis 6.720 Euro die Regel. Passende Stellenangebote für Notarfachwirte finden Sie laufend aktualisiert in unserem Stellenmarkt.

Erfahrene Notarfachwirte erreichen als Bürovorsteher Spitzengehälter bis 8.000 Euro brutto pro Monat. Realistische Vergleichszahlen entnehmen Sie der Gehaltstabelle, dem Regionalvergleich und unserer Methodik.

Ausbildung

Drei Lehrjahre, ein klarer Pfad zur Übernahme.

1. Lehrjahr750 bis 1.000 €

Grundlagen Beurkundungsrecht, Aktenführung.

2. Lehrjahr850 bis 1.080 €

Vertiefung Immobilien- und Erbrecht.

3. Lehrjahr950 bis 1.140 €

Selbstständige Bearbeitung. Übernahme in 87 % der Fälle.

BNotK-Empfehlung 2026, brutto/Monat.

Gehaltstabelle

Karriere in sechs Stufen.

Median und Spannweite je Stufe, Vollzeit, brutto/Monat.

01Ausbildung920 €750 bis 1.140 €
02Einstieg2.620 €2.400 bis 2.800 €
035 Jahre3.220 €2.710 bis 3.800 €
0410 bis 15 Jahre3.680 €2.950 bis 4.600 €
05NFW, Einstieg4.180 €3.380 bis 5.850 €
06NFW, 10+ Jahre5.260 €4.300 bis 6.720 €

Verdienstkurve

Median plus Spannweite je Karrierestufe.

5.500 €4.500 €3.500 €2.500 €1.500 €AusbildungEinstieg5 Jahre10 Jahre15 JahreNotarfachangestellteNotarfachwirt
Notarfachangestellte, Median + Spannweite Notarfachwirt, Median + Spannweite

Regionalvergleich

Spitze und Schluss im Vergleich.

Median-Jahresgehälter für Notarfachangestellte in allen 16 Bundesländern, Vollzeit, brutto.

8 höchste

  1. Bayern44.500 €
  2. Baden-Württemberg44.200 €
  3. Hamburg43.800 €
  4. Hessen43.500 €
  5. Berlin42.500 €
  6. Nordrhein-Westfalen41.800 €
  7. Niedersachsen40.500 €
  8. Rheinland-Pfalz40.200 €

8 niedrigste

  1. Schleswig-Holstein40.000 €
  2. Bremen39.800 €
  3. Saarland39.500 €
  4. Brandenburg38.500 €
  5. Sachsen38.000 €
  6. Mecklenburg-Vorpommern37.500 €
  7. Sachsen-Anhalt37.200 €
  8. Thüringen37.000 €

Zwischen Bayern (44.500 €) und Thüringen (37.000 €) liegen 7.500 Euro pro Jahr. Auf zehn Berufsjahre hochgerechnet sind das 75.000 Euro Differenz, allein durch den Standort.

Brutto-Netto

Drei repräsentative Gehälter.

Berufseinstieg2.620 € brutto1.770 €netto/Monat32,4 %
10 Jahre Erfahrung3.680 € brutto2.385 €netto/Monat35,2 %
Notarfachwirt, erfahren5.260 € brutto3.180 €netto/Monat39,5 %

Verhandlung

Vier Prinzipien für die Gehaltsverhandlung.

01

Recherchieren Sie regional und rollenspezifisch.

Die Empfehlungen der Notarkammern markieren die Untergrenze. Reale Gehälter liegen zehn bis fünfzehn Prozent darüber. Prüfen Sie Stellenangebote mit Pflicht-Gehaltsangabe im eigenen Kammerbezirk.

02

Nennen Sie keine Spanne, nennen Sie einen Wert.

Wer eine Spanne nennt, bietet implizit die Untergrenze als Verhandlungsstart. Setzen Sie einen klaren Zielwert, zehn bis fünfzehn Prozent über Ihrer Schmerzgrenze.

03

Trennen Sie Grund- und Zusatzgehalt.

Weihnachts- und Urlaubsgeld, vermögenswirksame Leistungen, Fahrtkostenzuschuss und Fortbildungsbudget sind verhandelbar, und oft besser zu bewegen als das Grundgehalt.

04

Halten Sie das Verhandlungsergebnis schriftlich fest.

Was nicht im Arbeitsvertrag steht, ist nicht vereinbart. Bestehen Sie auf der schriftlichen Aufnahme. Bei Notariaten sollten Sie das eigentlich kennen.

Sie verdienen zu wenig?

Drei Notariate mit Spitzengehalt suchen jetzt.

Aus 1.240 aktiven Stellen, kuratiert nach Vergütung über Bundesland-Median.

Alle 1.240 Stellen
  • München

    Notarfachangestellte, Immobilienrecht

    3.400 bis 3.900 €+17 % über Median
  • Frankfurt

    Notarfachangestellte, M&A

    4.200 bis 5.100 €Englisch-Mandate
  • Hamburg

    Notarfachwirt, Erbrecht

    4.100 bis 4.700 €32 Urlaubstage
Berufsvergleich

Notarfachangestellte oder Rechtsanwaltsfachangestellte: Wer verdient mehr?

Im direkten Vergleich verdient eine Notarfachangestellte in Deutschland im Median typischerweise 300 bis 500 Euro brutto pro Monat mehr als eine Rechtsanwaltsfachangestellte mit vergleichbarer Berufserfahrung. Der Unterschied resultiert aus der höheren Verantwortung im Beurkundungsverfahren, der präziseren Aktenführung nach Notariatsordnung sowie der häufig komplexeren Mandantenbetreuung in Immobilien- und Erbschaftsangelegenheiten.

Wer im Notariat arbeitet, profitiert zusätzlich von einer überdurchschnittlichen Verweildauer (Median 9,4 Jahre, fast doppelt so lang wie in juristischen Dienstleistungen allgemein) und einer hohen Übernahmequote nach der Ausbildung von 87 Prozent. Diese Stabilität schlägt sich nieder: Notarfachangestellte mit zehn Jahren Berufserfahrung erreichen Gehälter, die in Anwaltskanzleien typischerweise erst nach fünfzehn Jahren möglich sind.

Die Karriereperspektive zur Notarfachwirtin existiert in der Anwaltskanzlei nicht in vergleichbarer Form. Wer die Notarfachwirt-Prüfung der zuständigen Notarkammer ablegt, hebt sein Gehalt dauerhaft um rund 27 Prozent. In aktuellen Stellenangeboten mit Pflicht-Gehaltsangabe lässt sich der Marktwert pro Bundesland und Erfahrungsstufe direkt prüfen.

Häufige Fragen

Was Notarfachkräfte wirklich wissen wollen.

  • 01Was verdient eine Notarfachangestellte beim Berufseinstieg?
  • 02Wie hoch ist das Notarfachangestellten-Gehalt nach 10 Jahren Berufserfahrung?
  • 03Lohnt sich die Weiterbildung zum Notarfachwirt finanziell?
  • 04Welches Bundesland zahlt Notarfachangestellten am besten?
  • 05Wie viel verdient eine Notarfachangestellte netto bei 3.500 Euro brutto?
  • 06Wie hoch ist eine realistische Gehaltssteigerung bei der Verhandlung?
  • 07Wo finde ich aktuelle Stellenangebote für Notarfachangestellte?
  • 08Welche Notariate zahlen die höchsten Gehälter?

Was verdient eine Notarfachangestellte beim Berufseinstieg?

Nach der abgeschlossenen Ausbildung beginnt das Einstiegsgehalt einer Notarfachangestellten bei 2.400 bis 2.800 Euro brutto pro Monat. In Bayern und Großstädten wie München, Frankfurt oder Hamburg liegt es im oberen Bereich der Spanne, in den nördlichen und östlichen Bundesländern eher am unteren Ende. Die Empfehlungen der Notarkammern markieren dabei nur die Untergrenze, reale Marktgehälter liegen typischerweise 10 bis 15 Prozent darüber. Aktuelle Stellenangebote für Notarfachangestellte mit Pflicht-Gehaltsangabe lassen sich pro Region direkt vergleichen.

Wie hoch ist das Notarfachangestellten-Gehalt nach 10 Jahren Berufserfahrung?

Mit zehn Jahren Berufserfahrung verdienen Notarfachangestellte im Median 3.680 Euro brutto pro Monat, die Spannweite reicht von 2.950 bis 4.600 Euro. Drei Faktoren bestimmen die Spitze: Personalverantwortung (Bürovorstand-Position), Spezialisierung auf Immobilien- oder Gesellschaftsrecht sowie die Lage des Notariats als Arbeitgeber in einer wirtschaftsstarken Großstadt. In Sozietäts- und Anwaltsnotariaten liegen die Gehälter durchschnittlich 9 Prozent über dem Einzelnotariat. Jährliche Gehaltssteigerungen von 2 bis 4 Prozent sind im Markt üblich.

Lohnt sich die Weiterbildung zum Notarfachwirt finanziell?

Ja, deutlich. Ein Notarfachwirt verdient mit Berufserfahrung typischerweise 4.300 bis 6.720 Euro brutto pro Monat, das ist im Schnitt 27 Prozent mehr als eine Notarfachangestellte mit gleicher Erfahrung. Bürovorsteher erreichen in Einzelfällen bis zu 8.000 Euro, also knapp 100.000 Euro brutto im Jahr. Die berufsbegleitende Weiterbildung dauert 18 bis 24 Monate, kostet 3.500 bis 5.000 Euro Lehrgangsgebühren und endet mit der Prüfung der zuständigen Notarkammer. Viele Notariate übernehmen die Kosten vollständig, passende Stellen für Notarfachwirte sind laufend ausgeschrieben. Der Return on Investment liegt typischerweise bei unter zwei Jahren.

Welches Bundesland zahlt Notarfachangestellten am besten?

Bayern führt mit 44.500 Euro Median-Jahresgehalt für Notarfachangestellte, dicht gefolgt von Baden-Württemberg (44.200 Euro) und Hamburg (43.800 Euro). Schlusslicht ist Thüringen mit 37.000 Euro, dahinter Sachsen-Anhalt (37.200 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (37.500 Euro). Innerhalb eines Bundeslandes können Großstadt und Land noch einmal bis zu 8 Prozent Differenz ausmachen, München-Stadt liegt etwa 6 Prozent über dem bayerischen Durchschnitt. Den vollständigen Regionalvergleich aller 16 Bundesländer finden Sie weiter oben. Über zehn Berufsjahre hochgerechnet bedeutet die Standortwahl rund 75.000 Euro Gehaltsdifferenz.

Wie viel verdient eine Notarfachangestellte netto bei 3.500 Euro brutto?

Bei Steuerklasse I, konfessionslos, ohne weitere Werbungskosten bleiben von 3.500 Euro brutto etwa 2.290 Euro netto übrig, das entspricht einer Abgabenquote von 35 Prozent (Berechnung 2026). Bei 5.260 Euro brutto (Notarfachwirt-Median) sind es rund 3.180 Euro netto, also 39,5 Prozent Abgaben. Werbungskosten wie Fortbildungsbeiträge, Fahrtkosten oder Fachliteratur senken die Steuerlast und erhöhen das Netto entsprechend. Verbindlich ist nur die eigene Berechnung mit dem amtlichen Lohnsteuerrechner des Bundesfinanzministeriums.

Wie hoch ist eine realistische Gehaltssteigerung bei der Verhandlung?

Bei einer Gehaltsverhandlung im Notariat sind Steigerungen von 5 bis 10 Prozent realistisch, mit konkreter Argumentation auch bis zu 15 Prozent. Beim Wechsel des Notariats über aktuelle Stellenangebote im Notariat sind 10 bis 20 Prozent möglich, insbesondere bei Wechsel in eine wirtschaftsstärkere Region oder ein Sozietätsnotariat. Drei Hebel wirken besonders: dokumentierte zusätzliche Verantwortung, abgeschlossene Weiterbildung (Notarfachwirt-Prüfung) sowie Marktvergleich mit Stellenangeboten desselben Kammerbezirks. Wer eine Spanne nennt, bietet implizit die Untergrenze als Verhandlungsstart, nennen Sie deshalb stets einen klaren Zielwert.

Wo finde ich aktuelle Stellenangebote für Notarfachangestellte?

Aktuelle Stellenangebote für Notarfachangestellte und Notarfachwirte mit verbindlicher Gehaltsangabe finden Sie auf Notarfachkraft.de, dem spezialisierten Karriereportal für das deutsche Notariat. Aktuell sind 1.240 kuratierte Stellen im Notariat aus 850 verifizierten Notariaten gelistet, filterbar nach Beruf, Stadt, Bundesland, Anstellungsart und Homeoffice. Anders als bei Generalisten-Plattformen wie Stepstone oder Indeed kommen alle Stellen wirklich aus dem Notariat, keine Mischtreffer aus der Anwaltskanzlei. Bewerbungen gehen in sechzig Sekunden direkt an die Notariatsleitung, ohne Vermittler.

Welche Notariate zahlen die höchsten Gehälter?

Die höchsten Gehälter zahlen typischerweise Sozietätsnotariate in Großstädten mit Schwerpunkt M&A, Gesellschaftsrecht oder internationalen Mandaten. In München, Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf sind Spitzengehälter für Notarfachangestellte von 4.200 bis 5.100 Euro brutto pro Monat keine Seltenheit, für Notarfachwirte 5.500 bis 6.720 Euro plus Bonus. Verifizierte Notariats-Profile auf Notarfachkraft.de zeigen Team, Spezialisierung, Benefits und Gehaltsbänder transparent, sodass sich vor der Bewerbung prüfen lässt, wie ein Notariat im Marktvergleich abschneidet. 850 deutsche Notariate sind bereits gelistet.

Methodik

Wie wir auf diese Zahlen kommen.

  1. Schritt 1

    Erhebung

    Wir sammeln Gehälter aus drei Quellen: 1.842 anonymisierte Beiträge unserer Nutzerinnen und Nutzer, die offiziellen Vergütungsempfehlungen der Notarkammern sowie Stichproben aus aktuellen Stellenangeboten mit Pflicht-Gehaltsangabe in den 50 größten Städten.

  2. Schritt 2

    Validierung

    Jeder Datenpunkt durchläuft eine Plausibilitätsprüfung auf realistische Werte, eine statistische Ausreißer-Filterung bei Abweichungen über zwei Standardabweichungen sowie eine manuelle Stichprobenkontrolle durch unsere Redaktion. Verzerrungen durch Einzelfälle werden so ausgeschlossen.

  3. Schritt 3

    Aktualisierung

    Die Datenbasis wird vierteljährlich aktualisiert, um Markttrends und Tarifanpassungen abzubilden. Datenstand der aktuellen Auswertung: 1. April 2026. Die nächste Aktualisierung erscheint am 1. Juli 2026.

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