Gehalt

ReNo-Gehalt 2026: 2.620 bis 3.400 Euro im Notariatsschwerpunkt.

ABAnnika Beckmann·3. August 2026·5 Min
Gehalt

ReNo-Gehalt 2026: 2.620 bis 3.400 Euro im Notariatsschwerpunkt.

Annika Beckmann·3. August 2026·5 Min

Eine ReNo-Fachangestellte mit Notariatsschwerpunkt steigt 2026 mit rund 2.620 Euro Grundgehalt im Monat ein; mit 10 bis 15 Jahren Erfahrung liegt der Median bei 3.400 Euro. Die Doppelqualifikation für Kanzlei und Notariat ist gefragt, aber die Gehälter streuen je nach Schwerpunkt deutlich. Wir zeigen die belegten Zahlen: brutto, netto, nach Bundesland und in der Ausbildung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Notariatsschwerpunkt: Einstieg im Median 2.620 Euro Grundgehalt, nach 5 Jahren 3.000 Euro, nach 10 bis 15 Jahren 3.400 Euro.
  • In der Ausbildung sind die BNotK-Empfehlungen die Referenz: je nach Lehrjahr 750 bis 1.140 Euro.
  • Netto bleiben von 2.620 Euro brutto rund 1.770 Euro (Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer).
  • Nach Bundesland reichen die Jahresmediane von 37.000 Euro (Thüringen) bis 44.500 Euro (Bayern), inklusive Sonderzahlungen.
  • Mit dem Notarfachwirt sind rund 24 Prozent mehr drin, bundesweit rund 49.700 Euro im Jahr.

Was eine ReNo-Fachangestellte verdient

ReNo-Fachangestellte, ausgeschrieben Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, sind doppelt ausgebildet: für die Anwaltskanzlei und für das Notariat. Für den Notariatsteil gibt es einen klaren Maßstab, die Vergütungsempfehlungen der Notarkammern: Danach liegt der Einstieg nach der Ausbildung im Median bei 2.620 Euro Grundgehalt im Monat (typisch 2.400 bis 2.800 Euro), nach fünf Jahren bei 3.000 Euro und mit 10 bis 15 Jahren Erfahrung bei 3.400 Euro. Grundlage sind kuratierte Marktdaten (BNotK-Vergütungsempfehlungen und veröffentlichte Quellen), laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026.

Einen Tarifvertrag gibt es für diesen Beruf nicht; Maßstab im Notariat sind die unverbindlichen Empfehlungen der Notarkammern, in Bayern und der Pfalz mit eigenem System über die Notarkasse. Kanzleilastige ReNo-Stellen streuen deshalb stärker: Je nach Kanzleigröße, Ort und Aufgabenzuschnitt kann das Gehalt unter oder über der Notariats-Staffel liegen. Wer beide Welten bedient, hat in der Verhandlung ein gutes Argument, denn die Doppelqualifikation ist gefragt.

ReNo-Gehalt in der Ausbildung

Für den Notariatsteil ist die BNotK-Staffel die Referenz: 750 bis 1.000 Euro im ersten, 850 bis 1.080 Euro im zweiten und 950 bis 1.140 Euro im dritten Lehrjahr; sie liegt deutlich über der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung. Auch die regionalen Rechtsanwaltskammern sprechen Empfehlungen zur Ausbildungsvergütung aus; sie unterscheiden sich je nach Bezirk und werden regelmäßig angepasst, weshalb sich der Blick auf die aktuelle Empfehlung Ihrer Kammer lohnt. Die vollständige Übersicht finden Sie unter Ausbildungsvergütung im Notariat.

ReNo-Gehalt netto: Was vom Brutto bleibt

Vom Einstiegsgehalt von 2.620 Euro brutto bleiben in Steuerklasse I ohne Kirchensteuer rund 1.770 Euro netto; die Abzüge liegen bei 32,4 Prozent. Mit 3.400 Euro brutto sind es ca. 2.230 Euro netto (34,4 Prozent Abzüge). Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sind verbreitet, aber freiwillig; rechnen Sie sie erst fest ein, wenn sie im Vertrag stehen.

ReNo-Gehalt nach Bundesland

Als Referenz für den Notariatsschwerpunkt dienen die Jahresmediane für Notarfachangestellte, Vollzeit und inklusive Sonderzahlungen. Zwischen dem stärksten und dem schwächsten Land liegen 7.500 Euro im Jahr, gut 20 Prozent.

  • Spitzengruppe: Bayern 44.500 Euro · Baden-Württemberg 44.200 Euro · Hamburg 43.800 Euro
  • Bundesweite Mitte: rund 40.100 Euro im Jahr inklusive Sonderzahlungen
  • Unteres Ende: Thüringen 37.000 Euro · Sachsen-Anhalt 37.200 Euro · Mecklenburg-Vorpommern 37.500 Euro
  • Alle 16 Bundesländer: in der Übersicht auf unserer Gehaltsseite

Was verdient ein ReNo-Fachangestellter in der Großkanzlei?

Großkanzleien zahlen häufig über den Kammer-Empfehlungen, dazu kommen oft Zusatzleistungen wie Fahrtkostenzuschüsse oder Sonderzahlungen. Eine seriöse Pauschalzahl lässt sich dafür nicht nennen; die Spannen hängen zu stark an Standort, Fremdsprachen und Aufgabenzuschnitt. Ehrlich gehört dazu: Das Arbeitsumfeld unterscheidet sich deutlich, mit höherer Taktung, größeren Teams und häufig englischsprachigen Mandaten. Wer den ruhigeren, strukturierten Rahmen des Notariats schätzt, tauscht ihn dort gegen Tempo.

Aufstieg für ReNos

Mit Notariatspraxis steht ReNo-Fachangestellten die Aufstiegsfortbildung zum Notarfachwirt offen, der wichtigste Karriereschritt im Notariat. Notarfachwirte verdienen im Schnitt rund 24 Prozent mehr als Notarfachangestellte, bundesweit rund 49.700 Euro im Jahr inklusive Sonderzahlungen, und übernehmen häufig die Büroleitung. Auf der Kanzleiseite ist der Geprüfte Rechtsfachwirt das Gegenstück; wer beide Schwerpunkte pflegt, hält sich beide Türen offen.

Warum Portalzahlen zur ReNo so stark streuen

Wer nach dem ReNo-Gehalt sucht, findet Zahlen von deutlich unter bis weit über unseren Medianen, und das hat zwei Gründe. Automatisch erzeugte Gehaltsseiten mischen Kanzlei- und Notariatsstellen in einen Topf, obwohl die Vergütungslogik verschieden ist. Dazu ist „ReNo“ mehrdeutig: Mal ist der Kombi-Beruf gemeint, mal werden Rechtsanwaltsfachangestellte und Notarfachangestellte pauschal zusammengefasst. Wir weisen deshalb aus, worauf sich jede Zahl bezieht: hier auf die Notariats-Staffel nach den Kammer-Empfehlungen.

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Fachlich geprüft am 3. August 2026Zuletzt aktualisiert: 3. August 2026

Quellen

  1. Vergütungsempfehlungen der Notarkammern (Bundesnotarkammer, BNotK), Stand 2026.
  2. Empfehlungen regionaler Rechtsanwaltskammern zur Ausbildungsvergütung.
  3. Kuratierte Marktdaten Notarfachkraft.de je Bundesland und Rolle, laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026.

Häufige Fragen

Im Notariatsschwerpunkt liegt der Einstieg nach der Ausbildung im Median bei 2.620 Euro Grundgehalt im Monat, nach fünf Jahren bei 3.000 Euro und mit 10 bis 15 Jahren Erfahrung bei 3.400 Euro. Kanzleilastige Stellen streuen stärker, je nach Größe und Standort der Kanzlei.

Im Notariat ist die BNotK-Staffel die Referenz: 750 bis 1.000 Euro im ersten, 850 bis 1.080 Euro im zweiten und 950 bis 1.140 Euro im dritten Lehrjahr. Die Empfehlungen der Rechtsanwaltskammern unterscheiden sich je nach Bezirk; beide Systeme sind unverbindlich, prägen aber die Praxis.

Der Notariatsanteil hat die klarere Vergütungsbasis, weil die Kammer-Empfehlungen einen anerkannten Maßstab setzen; reine Kanzleigehälter streuen stärker in beide Richtungen. Die ReNo verbindet beides und ist dadurch besonders flexibel einsetzbar. Den ausführlichen Vergleich finden Sie unter ReFa oder NoFa.

Häufig ja: Die Notariats-Staffel reicht von 2.620 Euro beim Einstieg bis 3.400 Euro mit 10 bis 15 Jahren Erfahrung, und mit dem Notarfachwirt sind rund 24 Prozent mehr möglich. Dazu kommt ein stabiler Arbeitsmarkt, denn qualifizierte Notariatskräfte werden bundesweit gesucht.

Beim Einstieg mit 2.620 Euro brutto bleiben in Steuerklasse I ohne Kirchensteuer rund 1.770 Euro netto (32,4 Prozent Abzüge, Stand 2026). Mit 3.400 Euro brutto sind es ca. 2.230 Euro. Kirchensteuer, Steuerklasse und der Zusatzbeitrag der Krankenkasse verschieben den Wert individuell.

Annika Beckmann

Redaktion Gehaltsdaten

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