Ausbildungsvergütung Notarfachangestellte 2026: 750 bis 1.140 Euro.
Ausbildungsvergütung Notarfachangestellte 2026: 750 bis 1.140 Euro.
Auszubildende zur Notarfachangestellten erhalten nach den Empfehlungen der Notarkammern je nach Lehrjahr 750 bis 1.140 Euro im Monat; über alle Lehrjahre liegt der Median bei rund 920 Euro. Einen Tarifvertrag gibt es im Notariat nicht, Maßstab sind die unverbindlichen Vergütungsempfehlungen der Kammern. Wie die Staffel für den Ausbildungsstart 2026/27 aussieht, wie sie sich einordnet und was danach kommt.
Das Wichtigste in Kürze
- 1. Lehrjahr: 750 bis 1.000 Euro, 2. Lehrjahr: 850 bis 1.080 Euro, 3. Lehrjahr: 950 bis 1.140 Euro (BNotK-Staffel).
- Median über alle Lehrjahre: rund 920 Euro im Monat.
- Die Empfehlungen liegen deutlich über der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung.
- Nach der Ausbildung: Einstieg im Median bei 2.620 Euro, typisch 2.400 bis 2.800 Euro.
Ausbildungsvergütung nach Lehrjahr: die BNotK-Staffel
Für Notarfachangestellte gibt es keinen Tarifvertrag; Maßstab sind die unverbindlichen Vergütungsempfehlungen der Notarkammern unter dem Dach der Bundesnotarkammer. In Bayern und der Pfalz läuft die Vergütung über ein eigenes System der Notarkasse. Die empfohlene Staffel für Auszubildende:
- 1. Lehrjahr: 750 bis 1.000 Euro im Monat
- 2. Lehrjahr: 850 bis 1.080 Euro
- 3. Lehrjahr: 950 bis 1.140 Euro
- Median über alle Lehrjahre: rund 920 Euro
Verbindlich ist immer der Betrag im Ausbildungsvertrag. Die meisten Notariate orientieren sich an den Empfehlungen ihrer Kammer, manche liegen bewusst darüber, um Nachwuchs zu gewinnen.
Ist das viel? So ordnet sich die Vergütung ein
Die Staffel liegt deutlich über der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung, die das Berufsbildungsgesetz in Paragraf 17 vorschreibt und die jährlich angepasst wird. Wer eine Ausbildung im Notariat beginnt, startet also nicht am gesetzlichen Minimum.
Brutto ist dabei fast netto: Bei Vergütungen in dieser Höhe fällt in Steuerklasse I in aller Regel keine Lohnsteuer an, abgezogen werden vor allem Ihre Anteile zur Sozialversicherung. Vom Betrag im Ausbildungsvertrag kommt also der größte Teil tatsächlich auf dem Konto an.
Im Vergleich mit anderen Büro- und Kanzleiausbildungen ist die Vergütung konkurrenzfähig. Entscheidender ist die Perspektive: Nach der Abschlussprüfung steigt das Gehalt auf im Median 2.620 Euro, mehr als das Doppelte des dritten Lehrjahrs, und mit dem Notarfachwirt später um weitere rund 24 Prozent.
Unterschiede nach Kammer und Bundesland
Die Empfehlungen setzen die Kammern jeweils für ihren Bezirk fest, deshalb unterscheiden sich die Beträge regional. Wirtschaftsstarke Länder liegen tendenziell am oberen Rand der Spannen, andere Regionen näher an den unteren Werten. Welche Staffel konkret gilt, erfahren Sie bei der Notarkammer Ihres Ausbildungsorts oder direkt im Notariat.
Was verdient ein angehender Notarfachangestellter nach der Ausbildung?
Nach bestandener Abschlussprüfung liegt das Einstiegsgehalt im Median bei 2.620 Euro Grundgehalt im Monat, typisch sind 2.400 bis 2.800 Euro. Netto bleiben von 2.620 Euro brutto in Steuerklasse I rund 1.770 Euro. Wie es in den ersten Berufsjahren weitergeht, zeigt unser Beitrag zum Gehalt nach der Ausbildung.
Ausbildungsstart 2026/2027: worauf achten?
Der Ausbildungsbeginn liegt üblicherweise im August oder September; viele Notariate sichten Bewerbungen schon im Jahr davor. Wer sich früh bewirbt, hat die größere Auswahl an Ausbildungsnotariaten.
Nach der Vergütung zu fragen ist kein Fauxpas, sondern ein Zeichen von Vorbereitung. Verbindlich ist am Ende der Ausbildungsvertrag.
- Vergütung erfragen: die Frage nach der Staffel ist legitim und üblich
- Vertrag prüfen: verbindlich ist der Betrag im Ausbildungsvertrag, nicht die Empfehlung
- Früh bewerben: viele Plätze werden lange vor dem Start vergeben
Freie Ausbildungsplätze und Einstiegsstellen zeigt unsere Übersicht: aktuelle Stellenangebote, gefiltert nach Beruf und Region.
Sie wollen bei Vergütungsempfehlungen und Ausbildungsthemen auf dem Laufenden bleiben? Unser Newsletter Notariat kompakt fasst die wichtigsten Entwicklungen für angehende und ausgebildete Notarfachkräfte zusammen.
Quellen
- Vergütungsempfehlungen der Notarkammern (Bundesnotarkammer, BNotK), Stand 2026.
- Berufsbildungsgesetz (BBiG), Paragraf 17: Mindestvergütung für Auszubildende.
- Kuratierte Marktdaten Notarfachkraft.de je Bundesland und Rolle, laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026.
Häufige Fragen
Je nach Lehrjahr 750 bis 1.140 Euro im Monat nach der Empfehlungsstaffel der Notarkammern; der Median über alle Lehrjahre liegt bei rund 920 Euro. Verbindlich ist der Betrag im Ausbildungsvertrag.
Im ersten Lehrjahr 750 bis 1.000 Euro, im zweiten 850 bis 1.080 Euro, im dritten 950 bis 1.140 Euro. Wirtschaftsstarke Regionen liegen eher am oberen Rand der Spannen.
Die Vergütungsempfehlungen der Kammern werden regelmäßig angepasst, eine Garantie für eine Erhöhung gibt es aber nicht. Verbindlich ist immer der Ausbildungsvertrag; fragen Sie im Notariat nach, welche Staffel dort aktuell gilt.
Der Einstieg liegt im Median bei 2.620 Euro Grundgehalt im Monat, typisch sind 2.400 bis 2.800 Euro. Netto bleiben davon in Steuerklasse I rund 1.770 Euro; mehr dazu im Beitrag zum Gehalt nach der Ausbildung.
Die Beträge der BNotK-Staffel, 750 bis 1.140 Euro je nach Lehrjahr, sind Bruttowerte. Lohnsteuer fällt bei Vergütungen in dieser Höhe in Steuerklasse I in aller Regel nicht an; abgezogen werden vor allem Ihre Anteile zur Sozialversicherung, sodass der größte Teil ausgezahlt wird.