Einstiegsgehalt Notarfachangestellte 2026: 2.400 bis 2.800 Euro.
Einstiegsgehalt Notarfachangestellte 2026: 2.400 bis 2.800 Euro.
Direkt nach der Ausbildung verdienen Notarfachangestellte 2026 zwischen 2.400 und 2.800 Euro Grundgehalt im Monat, der Median liegt bei 2.620 Euro. Damit gehört der Beruf zu den solide bezahlten Einstiegen im Rechtsbereich, und die Kurve zeigt mit den Jahren klar nach oben. Wir zeigen, was netto übrig bleibt, wie es in den ersten Jahren weitergeht und warum sich das Übernahmegespräch lohnt.
Das Wichtigste in Kürze
- Einstieg nach der Ausbildung: Median 2.620 Euro, typische Spanne 2.400 bis 2.800 Euro Grundgehalt im Monat.
- Netto bleiben davon rund 1.770 Euro (Steuerklasse I, 32,4 Prozent Abzüge, 2026).
- Nach 5 Jahren liegt der Median bei 3.000 Euro, mit 10 bis 15 Jahren bei 3.400 Euro.
- Notarfachwirte verdienen rund 24 Prozent mehr, der wichtigste Karrierehebel.
- Regional reichen die Jahresmediane von 37.000 Euro (Thüringen) bis 44.500 Euro (Bayern), inkl. Sonderzahlungen.
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: 2.620 Euro im Median
Nach bestandener Abschlussprüfung liegt das Monatsgrundgehalt im Median bei 2.620 Euro, die typische Spanne reicht von 2.400 bis 2.800 Euro. Einen Tarifvertrag gibt es für Notarfachangestellte nicht; Maßstab sind die unverbindlichen Vergütungsempfehlungen der Notarkammern, in Bayern und der Pfalz mit eigenem System über die Notarkasse. Datenbasis: kuratierte Marktdaten (BNotK-Vergütungsempfehlungen und veröffentlichte Quellen), laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026.
Der Sprung gegenüber der Ausbildung ist deutlich: Im dritten Lehrjahr empfiehlt die BNotK-Staffel 950 bis 1.140 Euro, wie unser Überblick zur Ausbildungsvergütung zeigt. Mit dem ersten Gehalt verdienen Sie also mehr als das Doppelte, und anders als in der Ausbildung ist ab jetzt alles verhandelbar.
Was davon netto bleibt
Von 2.620 Euro brutto bleiben in Steuerklasse I ohne Kirchensteuer rund 1.770 Euro netto, die Abzüge summieren sich auf 32,4 Prozent (Lohnsteuer 2026). Abgezogen werden die Lohnsteuer sowie Ihre Beitragsanteile zu Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung; die andere Hälfte der Sozialbeiträge trägt das Notariat. Kirchenmitglieder zahlen zusätzlich 8 Prozent Kirchensteuer auf die Lohnsteuer in Bayern und Baden-Württemberg, 9 Prozent in den übrigen Ländern.
Wie entwickelt sich das Gehalt in den ersten Berufsjahren?
- Nach 5 Jahren: Median 3.000 Euro, Spanne 2.700 bis 3.400 Euro
- Mit 10 bis 15 Jahren: Median 3.400 Euro, Spanne 3.000 bis 4.000 Euro
- Als Notarfachwirt: rund 24 Prozent mehr, Monatsgrundgehälter zwischen 3.600 und 4.900 Euro
Die Steigerungen kommen nicht automatisch mit den Jahren, sondern mit Verantwortung: eigenständige Aktenbetreuung, Beurkundungsvorbereitung, Kostenrecht. Der größte einzelne Hebel bleibt die Aufstiegsfortbildung zum Notarfachwirt, berufsbegleitend in meist zwei bis drei Jahren.
Das erste Gehalt ist eine Startlinie, keine Festschreibung: Wer Verantwortung übernimmt, wächst von Stufe zu Stufe.
Einstiegsgehalt nach Bundesland
Auch beim Einstieg gilt das regionale Gefälle von gut 20 Prozent. Die folgenden Jahresmediane inklusive Sonderzahlungen gelten über alle Erfahrungsstufen, zeigen aber verlässlich, wo das Niveau höher liegt; die vollständige Übersicht je Bundesland finden Sie auf unserer Gehaltsseite.
- Bayern: 44.500 Euro Jahresmedian inkl. Sonderzahlungen
- Baden-Württemberg: 44.200 Euro
- Hamburg: 43.800 Euro
- Sachsen-Anhalt: 37.200 Euro
- Thüringen: 37.000 Euro
Was verdient ein ausgelernter Notarfachangestellter?
Für einen ausgelernten Notarfachangestellten gilt dieselbe Spanne wie für Kolleginnen: 2.400 bis 2.800 Euro Grundgehalt im Monat, im Median 2.620 Euro. Umgerechnet auf eine 39-Stunden-Woche entspricht der Median rund 15,50 Euro pro Stunde. Nach oben entscheiden Bundesland, Größe des Notariats und die Aufgaben, die Sie vom ersten Tag an übernehmen.
Das Übernahmegespräch nutzen
Das Übernahmegespräch am Ende der Ausbildung ist die erste echte Gehaltsverhandlung, und sie darf respektvoll geführt werden: Verweisen Sie auf die Vergütungsempfehlungen der Notarkammern und auf das, was Sie im dritten Lehrjahr bereits eigenständig betreut haben. Eine gute Vorbereitung verbessert die Chance, am oberen Rand der Spanne von 2.400 bis 2.800 Euro zu starten. Konkrete Formulierungen finden Sie in unserem Leitfaden zur Gehaltsverhandlung im Notariat.
Wo Ihr Angebot im Markt liegt, zeigt Ihnen ein anonymer Gehaltsvergleich: ohne Anmeldung, in 60 Sekunden, eingeordnet nach Bundesland und Erfahrung.
Quellen
- Vergütungsempfehlungen der Notarkammern (Bundesnotarkammer, BNotK), Stand 2026.
- Kuratierte Marktdaten Notarfachkraft.de je Bundesland und Rolle, laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026.
- Brutto-Netto-Beispiele auf Basis der Lohnsteuer 2026 (BMF-Steuerrechner), Steuerklasse I ohne Kirchensteuer.
Häufige Fragen
Im Median 2.620 Euro Grundgehalt im Monat, die typische Spanne reicht von 2.400 bis 2.800 Euro. Hinzu kommen in vielen Notariaten freiwillige Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.
Von 2.620 Euro brutto bleiben in Steuerklasse I ohne Kirchensteuer rund 1.770 Euro netto, das entspricht 32,4 Prozent Abzügen (Lohnsteuer 2026). Kirchensteuer oder eine andere Steuerklasse verändern den Wert.
Nach 5 Jahren liegt der Median bei 3.000 Euro Grundgehalt (Spanne 2.700 bis 3.400 Euro), mit 10 bis 15 Jahren bei 3.400 Euro. Wer die Weiterbildung zum Notarfachwirt abschließt, verdient rund 24 Prozent mehr.
Ja, respektvoll und gut vorbereitet: Das Übernahmegespräch legt die Basis, von der alle späteren Erhöhungen ausgehen. Verweisen Sie auf die Vergütungsempfehlungen der Notarkammern und auf die Aufgaben, die Sie bereits eigenständig übernommen haben.