Mitarbeiter im Notariat: Gehälter 2026 von 750 bis 4.900 Euro.
Mitarbeiter im Notariat: Gehälter 2026 von 750 bis 4.900 Euro.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Notariat verdienen 2026 je nach Rolle zwischen 920 Euro Ausbildungsvergütung und 4.900 Euro Grundgehalt in der Büroleitung; der bundesweite Median der Notarfachangestellten liegt bei rund 3.100 Euro im Monat. Diese Übersicht bündelt alle Rollen in einer Staffel, ordnet die Bundesländer ein und zeigt, was netto ankommt. Sie richtet sich an Beschäftigte ebenso wie an Notariate, die fair und wettbewerbsfähig vergüten wollen.
Was verdienen Mitarbeiter im Notariat? Die komplette Staffel
Im Notariat gibt es keinen Tarifvertrag; Maßstab sind die unverbindlichen Vergütungsempfehlungen der Notarkammern, verhandelt wird frei. Umso wichtiger ist eine ehrliche Orientierung über alle Rollen hinweg. Alle folgenden Werte sind monatliche Grundgehälter ohne Sonderzahlungen; auf die Stunde gerechnet entspricht die Staffel der Fachkräfte einem Stundenlohn von 15,50 bis 24,80 Euro:
Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sind im Notariat üblich, aber freiwillig. Ein Jahresgehalt besteht deshalb aus zwölf Monatsgehältern plus dem, was das Notariat zusätzlich gewährt; ein festes 13. Monatsgehalt ist nicht der Standard.
Gehälter nach Bundesland
Zwischen den Bundesländern liegt bei Notarfachangestellten eine Spanne von 7.500 Euro im Jahr, gut 20 Prozent. Die Jahresmediane inklusive Sonderzahlungen reichen von 37.000 bis 44.500 Euro:
Alle 16 Bundesländer, Rollen und Erfahrungsstufen finden Sie in unserer Gehaltsübersicht.
Was netto ankommt
Brutto ist nur die halbe Wahrheit. Drei Anker für Steuerklasse I, keine Kirchensteuer, Stand 2026:
Für Notariate: was eine wettbewerbsfähige Vergütung heute heißt
Der Markt für Notariatsfachkräfte ist ein Bewerbermarkt: Qualifizierte Kräfte können wählen. Eine wettbewerbsfähige Vergütung nimmt die Empfehlungen der Kammern als Basis und legt in Ballungsräumen darüber. Wer die Staffel kennt und offen anspricht, verhandelt auf Augenhöhe und bindet länger.
Neben dem Grundgehalt zählen Zusagen, die im Alltag wirklich tragen: die Finanzierung der Fortbildung zum Notarfachwirt, flexible Arbeitszeiten und verlässliche Homeoffice-Tage, wo die Abläufe es zulassen. Solche Leistungen kosten weniger als eine Neubesetzung und wirken länger als ein Einmalbonus.
Woher diese Zahlen kommen
Alle Werte folgen einer Linie: kuratierte Marktdaten (BNotK-Vergütungsempfehlungen und veröffentlichte Quellen), laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026. Mit jeder Teilnahme am anonymen Gehaltsvergleich wächst diese Basis und macht die Zahlen für alle präziser.
Beschäftigte prüfen ihr Gehalt im anonymen Gehaltsvergleich: ohne Anmeldung, in 60 Sekunden. Notariate finden gebündelte Informationen für Notariate oder erreichen uns direkt unter info@notarfachkraft.de.
Quellen
- BNotKVergütungsempfehlungen der NotarkammernBundesnotarkammer · Stand 2026
- NFKKuratierte Marktdaten je Bundesland und RolleNotarfachkraft.de, mit anonymen Community-Angaben · Stand 2026
- BBiGParagrafen 17 und 45Berufsbildungsgesetz
- BIBBAusbildungs- und FortbildungsdatenBundesinstitut für Berufsbildung · Stand 2026
Häufige Fragen
Der bundesweite Median für Notarfachangestellte liegt bei rund 3.100 Euro Grundgehalt im Monat beziehungsweise rund 40.100 Euro im Jahr inklusive Sonderzahlungen. Die Staffel reicht von 2.620 Euro beim Einstieg bis 3.400 Euro mit 10 bis 15 Jahren Erfahrung; Notarfachwirte erreichen 3.600 bis 4.900 Euro.
Ehrlicherweise weniger als einer ausgebildeten Fachkraft: Die Vergütung liegt unterhalb der Fachkraft-Staffel und wird individuell vereinbart; der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro (2026) ist die absolute Untergrenze, übliche Bürogehälter liegen darüber. Der bessere Weg führt über die Externenprüfung zur Notarfachangestellten, möglich nach dem Anderthalbfachen der Ausbildungszeit an Berufspraxis. Wie das geht, zeigt unser Beitrag zum Quereinstieg ins Notariat.
Zum Bruttogehalt kommen die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sowie gesetzliche Umlagen; die Gesamtbelastung liegt dadurch spürbar über dem vereinbarten Brutto. Dazu kommen je nach Haus Sonderzahlungen, Fortbildung und Arbeitsplatzausstattung. Der exakte Wert hängt von Gehaltshöhe und Zusatzleistungen ab.
Orientierung geben die Empfehlungen der regionalen Notarkammern: 2026 meist 1.050 bis 1.300 Euro im ersten, 1.125 bis 1.400 Euro im zweiten und 1.200 bis 1.500 Euro im dritten Lehrjahr. Diese Empfehlungen liegen deutlich über der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung. Wer am oberen Rand vergütet, positioniert sich im Wettbewerb um Nachwuchs sichtbar.