Gehalt

Mitarbeiter im Notariat: Gehälter 2026 von 750 bis 4.900 Euro.

ABAnnika Beckmann·3. August 2026·4 Min
Gehalt

Mitarbeiter im Notariat: Gehälter 2026 von 750 bis 4.900 Euro.

Annika Beckmann·3. August 2026·4 Min

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Notariat verdienen 2026 je nach Rolle zwischen 920 Euro Ausbildungsvergütung und 4.900 Euro Grundgehalt in der Büroleitung; der bundesweite Median der Notarfachangestellten liegt bei rund 3.100 Euro im Monat. Diese Übersicht bündelt alle Rollen in einer Staffel, ordnet die Bundesländer ein und zeigt, was netto ankommt. Sie richtet sich an Beschäftigte ebenso wie an Notariate, die fair und wettbewerbsfähig vergüten wollen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erfahrungsstaffel Notarfachangestellte: 2.620 Euro (Einstieg), 3.000 Euro (5 Jahre), 3.400 Euro (10 bis 15 Jahre) Grundgehalt im Monat.
  • Notarfachwirte: 3.600 bis 4.900 Euro; Notarassessoren: ab ca. 4.300 Euro monatlich.
  • Jahresmediane nach Bundesland: 37.000 bis 44.500 Euro inklusive Sonderzahlungen, Spanne 7.500 Euro.
  • Netto-Beispiele: aus 2.620 Euro brutto werden rund 1.770 Euro, aus 3.400 Euro ca. 2.230 Euro, aus 4.200 Euro ca. 2.660 Euro.
  • Auszubildende: BNotK-Staffel von 750 bis 1.140 Euro je nach Lehrjahr.

Was verdienen Mitarbeiter im Notariat? Die komplette Staffel

Im Notariat gibt es keinen Tarifvertrag; Maßstab sind die unverbindlichen Vergütungsempfehlungen der Notarkammern, verhandelt wird frei. Umso wichtiger ist eine ehrliche Orientierung über alle Rollen hinweg. Alle folgenden Werte sind monatliche Grundgehälter ohne Sonderzahlungen; auf die Stunde gerechnet entspricht die Staffel der Fachkräfte einem Stundenlohn von 15,50 bis 24,80 Euro:

  • Ausbildung: 750 bis 1.140 Euro nach der BNotK-Staffel (je Lehrjahr 750 bis 1.000, 850 bis 1.080, 950 bis 1.140 Euro)
  • Einstieg nach der Ausbildung: 2.620 Euro im Median, Spanne 2.400 bis 2.800 Euro
  • 5 Jahre Erfahrung: 3.000 Euro
  • 10 bis 15 Jahre: 3.400 Euro, Spanne 3.000 bis 4.000 Euro
  • Bundesweiter Median aller Notarfachangestellten: rund 3.100 Euro Grundgehalt im Monat
  • Notarfachwirt: 3.600 bis 4.900 Euro, je nach Erfahrung und Verantwortung
  • Notarassessor: ab ca. 4.300 Euro, besoldungsähnlich festgesetzt

Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sind im Notariat üblich, aber freiwillig. Ein Jahresgehalt besteht deshalb aus zwölf Monatsgehältern plus dem, was das Notariat zusätzlich gewährt; ein festes 13. Monatsgehalt ist nicht der Standard.

Gehälter nach Bundesland

Zwischen den Bundesländern liegt bei Notarfachangestellten eine Spanne von 7.500 Euro im Jahr, gut 20 Prozent. Die Jahresmediane inklusive Sonderzahlungen reichen von 37.000 bis 44.500 Euro:

  • Spitzengruppe: Bayern 44.500 Euro, Baden-Württemberg 44.200 Euro, Hamburg 43.800 Euro
  • Unteres Ende: Thüringen 37.000 Euro, Sachsen-Anhalt 37.200 Euro, Mecklenburg-Vorpommern 37.500 Euro

Alle 16 Bundesländer, Rollen und Erfahrungsstufen finden Sie in unserer Gehaltsübersicht.

Was netto ankommt

Brutto ist nur die halbe Wahrheit. Drei Anker für Steuerklasse I, keine Kirchensteuer, Stand 2026:

  • 2.620 Euro brutto: rund 1.770 Euro netto (32,4 Prozent Abzüge)
  • 3.400 Euro brutto: ca. 2.230 Euro netto (34,4 Prozent)
  • 4.200 Euro brutto: ca. 2.660 Euro netto (36,7 Prozent)

Für Notariate: was eine wettbewerbsfähige Vergütung heute heißt

Der Markt für Notariatsfachkräfte ist ein Bewerbermarkt: Qualifizierte Kräfte können wählen. Eine wettbewerbsfähige Vergütung nimmt die Empfehlungen der Kammern als Basis und legt in Ballungsräumen darüber. Wer die Staffel kennt und offen anspricht, verhandelt auf Augenhöhe und bindet länger.

Neben dem Grundgehalt zählen Zusagen, die im Alltag wirklich tragen: die Finanzierung der Fortbildung zum Notarfachwirt, flexible Arbeitszeiten und verlässliche Homeoffice-Tage, wo die Abläufe es zulassen. Solche Leistungen kosten weniger als eine Neubesetzung und wirken länger als ein Einmalbonus.

Woher diese Zahlen kommen

Alle Werte folgen einer Linie: kuratierte Marktdaten (BNotK-Vergütungsempfehlungen und veröffentlichte Quellen), laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026. Mit jeder Teilnahme am anonymen Gehaltsvergleich wächst diese Basis und macht die Zahlen für alle präziser.

Beschäftigte prüfen ihr Gehalt im anonymen Gehaltsvergleich: ohne Anmeldung, in 60 Sekunden. Notariate finden gebündelte Informationen für Notariate oder erreichen uns direkt unter info@notarfachkraft.de.

Fachlich geprüft am 3. August 2026Zuletzt aktualisiert: 3. August 2026

Quellen

  1. Vergütungsempfehlungen der Notarkammern (Bundesnotarkammer, BNotK), Stand 2026.
  2. Kuratierte Marktdaten Notarfachkraft.de je Bundesland und Rolle, laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026.
  3. Berufsbildungsgesetz (BBiG), insbesondere Paragrafen 17 und 45.
  4. Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Ausbildungs- und Fortbildungsdaten.

Häufige Fragen

Der bundesweite Median für Notarfachangestellte liegt bei rund 3.100 Euro Grundgehalt im Monat beziehungsweise rund 40.100 Euro im Jahr inklusive Sonderzahlungen. Die Staffel reicht von 2.620 Euro beim Einstieg bis 3.400 Euro mit 10 bis 15 Jahren Erfahrung; Notarfachwirte erreichen 3.600 bis 4.900 Euro.

Ehrlicherweise weniger als einer ausgebildeten Fachkraft: Die Vergütung liegt unterhalb der Fachkraft-Staffel und wird individuell vereinbart; der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro (2026) ist die absolute Untergrenze, übliche Bürogehälter liegen darüber. Der bessere Weg führt über die Externenprüfung zur Notarfachangestellten, möglich nach dem Anderthalbfachen der Ausbildungszeit an Berufspraxis. Wie das geht, zeigt unser Beitrag zum Quereinstieg ins Notariat.

Zum Bruttogehalt kommen die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sowie gesetzliche Umlagen; die Gesamtbelastung liegt dadurch spürbar über dem vereinbarten Brutto. Dazu kommen je nach Haus Sonderzahlungen, Fortbildung und Arbeitsplatzausstattung. Der exakte Wert hängt von Gehaltshöhe und Zusatzleistungen ab.

Orientierung gibt die BNotK-Staffel je Lehrjahr: 750 bis 1.000 Euro im ersten, 850 bis 1.080 Euro im zweiten und 950 bis 1.140 Euro im dritten Lehrjahr. Diese Empfehlungen liegen deutlich über der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung. Wer am oberen Rand vergütet, positioniert sich im Wettbewerb um Nachwuchs sichtbar.

Annika Beckmann

Redaktion Gehaltsdaten

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