Stundenlohn Notarfachangestellte 2026: 15,50 bis 24,80 Euro.
Stundenlohn Notarfachangestellte 2026: 15,50 bis 24,80 Euro.
Der Stundenlohn einer Notarfachangestellten liegt 2026 zwischen rund 15,50 Euro nach der Ausbildung und rund 20,10 Euro mit 10 bis 15 Jahren Erfahrung; erfahrene Notarfachwirte erreichen rund 24,80 Euro pro Stunde. Alle Werte gelten für eine 39-Stunden-Woche und sind transparent aus den Monatsgrundgehältern hergeleitet. Wie die Umrechnung funktioniert und warum Portale so stark streuen, zeigen wir Schritt für Schritt.
Wie viel verdient eine Notarfachangestellte pro Stunde?
Im bundesweiten Median verdient eine Notarfachangestellte rund 18,30 Euro pro Stunde, gerechnet auf 3.100 Euro Monatsgrundgehalt bei einer 39-Stunden-Woche. Die Spanne reicht von rund 15,50 Euro direkt nach der Ausbildung bis rund 24,80 Euro für erfahrene Notarfachwirte. Umgerechnet wird mit der gängigen Formel: Monatsbrutto mal 3, geteilt durch 13 mal Wochenstunden. Sie gleicht aus, dass Monate unterschiedlich viele Arbeitstage haben, denn ein Quartal hat immer 13 Wochen.
Für den Median heißt das: 3.100 Euro mal 3 sind 9.300 Euro, geteilt durch 507 (13 mal 39 Wochenstunden) ergibt rund 18,30 Euro. Alle Werte beziehen sich auf das Grundgehalt ohne Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Datenbasis: kuratierte Marktdaten (BNotK-Vergütungsempfehlungen und veröffentlichte Quellen), laufend ergänzt um anonyme Community-Angaben, Stand 2026.
Warum Portalwerte beim Stundenlohn so stark streuen
Wer den Stundenlohn für Notarfachangestellte sucht, findet auf Gehaltsportalen teils deutlich niedrigere, teils höhere Werte, die sich untereinander widersprechen. Diese Streuung entsteht, weil Template-Datenbanken verwandte Berufe zusammenwerfen, etwa Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, und regionale Unterschiede zu einem einzigen Schätzwert mitteln. Unsere Herleitung geht den umgekehrten Weg: Sie beginnt bei der Erfahrungsstaffel der Monatsgrundgehälter und legt die Formel offen. Jede Zahl auf dieser Seite lässt sich mit dem eigenen Taschenrechner prüfen.
Stundenlohn nach Erfahrung
Für Notarfachangestellte gibt es keinen Tarifvertrag; Maßstab sind die unverbindlichen Vergütungsempfehlungen der Notarkammern, und der stärkste Hebel ist die Berufserfahrung. So übersetzt sich die Gehaltsstaffel in Stundenlöhne (Mediane, 39-Stunden-Woche):
Zur Einordnung des Nettos: Vom Einstiegsgehalt von 2.620 Euro brutto bleiben in Steuerklasse I ohne Kirchensteuer rund 1.770 Euro netto, das entspricht 32,4 Prozent Abzügen; die vollständige Brutto-Netto-Rechnung für Notarfachangestellte zeigt weitere Beispiele. Der Stundenlohn oben ist immer ein Bruttowert.
Stundenlohn nach Bundesland
Der Stundenlohn folgt dem regionalen Gehaltsniveau: Zwischen dem stärksten und dem schwächsten Bundesland liegen gut 20 Prozent, und in derselben Größenordnung unterscheiden sich auch die Stundenlöhne. Eigene Stunden-Mediane je Land weisen wir bewusst nicht aus, denn die Jahreswerte enthalten Sonderzahlungen und taugen nicht zum Herunterrechnen. Zur Orientierung die Jahresmediane inklusive Sonderzahlungen; die vollständige Übersicht aller 16 Länder finden Sie auf unserer Gehaltsseite.
Teilzeit: gleicher Stundenlohn, anteiliges Gehalt
In Teilzeit bleibt der Stundenlohn gleich, nur das Monatsgehalt ist anteilig: Beim Median von 3.100 Euro (39 Stunden) sind das rund 1.590 Euro bei 20 Wochenstunden, rund 1.990 Euro bei 25 und rund 2.380 Euro bei 30 Stunden. Was das für Aufstieg und Vereinbarkeit bedeutet, lesen Sie in unserem Vergleich Vollzeit oder Teilzeit im Notariat.
Abstand zum Mindestlohn
Der gesetzliche Mindestlohn liegt 2026 bei 13,90 Euro. Selbst der Einstiegs-Stundenlohn von rund 15,50 Euro liegt also 1,60 Euro darüber, der Median mit rund 18,30 Euro deutlich, erfahrene Kräfte und Notarfachwirte weit darüber. Auch die Erhöhung auf 14,60 Euro ab 2027 ändert an diesem Abstand nichts Grundsätzliches.
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Quellen
- BNotKVergütungsempfehlungen der NotarkammernBundesnotarkammer · Stand 2026
- NFKKuratierte Marktdaten je Bundesland und RolleNotarfachkraft.de, mit anonymen Community-Angaben · Stand 2026
- MiLoGGesetzlicher MindestlohnMindestlohngesetz, Beschlüsse der Mindestlohnkommission
Häufige Fragen
Direkt nach der Ausbildung liegt das Monatsgrundgehalt im Median bei 2.620 Euro; bei einer 39-Stunden-Woche entspricht das rund 15,50 Euro pro Stunde. Die typische Spanne reicht von 2.400 bis 2.800 Euro im Monat.
Mit 10 bis 15 Jahren Erfahrung liegt der Median bei 3.400 Euro Grundgehalt, das sind rund 20,10 Euro pro Stunde bei 39 Wochenstunden. Die typische Spanne reicht von 3.000 bis 4.000 Euro im Monat.
Ein Notarfachwirt startet mit rund 3.600 Euro Grundgehalt, das entspricht etwa 21,30 Euro pro Stunde. Mit Erfahrung liegt der Median bei 4.200 Euro, also rund 24,80 Euro pro Stunde. Insgesamt verdienen Notarfachwirte rund 24 Prozent mehr als Notarfachangestellte.
Für einen Notarfachangestellten gilt dieselbe Spanne wie für Kolleginnen: rund 15,50 Euro pro Stunde zum Einstieg, rund 18,30 Euro in der bundesweiten Mitte und rund 20,10 Euro mit 10 bis 15 Jahren Erfahrung. Regional liegen die Werte gut 20 Prozent auseinander.
Multiplizieren Sie Ihr Monatsbrutto mit 3 und teilen Sie das Ergebnis durch 13 mal Ihre Wochenstunden. Beispiel für 3.400 Euro bei 39 Wochenstunden: 3.400 mal 3 sind 10.200, geteilt durch 507 ergibt rund 20,10 Euro pro Stunde. Bei Teilzeit setzen Sie einfach Ihre tatsächlichen Wochenstunden ein, der Stundenlohn bleibt gleich.